Straelener CDU-Fraktion zur Gemeinschaftsschule

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Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Straelen kritisiert die rot-grüne Landesregierung für das Vorgehen bei der Einführung der Gemeinschaftsschaftschule. Die veröffentlichten Eckpunkte ließen viele Fragen offen, außerdem entstehe großer Zeitdruck, weil alle Bewerbungen bis zum Ende des Jahres abgegeben werden müssten. „Dieses Verhalten ist unseriös.“ schildert Jens Röskens, CDU Fraktionsvorsitzender, die Auffassung seiner Fraktion.

In einem gemeinsamen Gespräch mit Vertretern der CDU-Fraktion Wachtendonk habe man deutlich gemacht, dass man einen gemeinsamen Weg finden wolle, um die Schullandschaft weiterzuentwickeln. Der Bildungsbeirat und der Ausschuss für Bürgerdienste im Rat der Stadt Straelen haben sich in den vergangenen Wochen ausführlich mit der Schulsituation in Straelen beschäftigt. Britta Miltner legt Wert darauf, dass man immer nur für die CDU-Fraktion gesprochen habe. „Wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt nicht, wie die anderen Fraktionen im Rat über das Thema denken, weil wir keinen Beschluss gefasst haben und alle Fraktionen zunächst mehr Informationen haben wollten.“
Das Thema Schule sei viel zu wichtig, um in wenigen Tagen eine Entscheidung solcher Tragweite zu fällen. Die Situation in Straelen stelle sich anders dar als in Wachtendonk, erklärt Annemarie Fleuth, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Wir tragen Verantwortung für alle Straelener Schulen. Wir wollen daher wissen, welche Auswirkungen eine Entscheidung auf unser Gymnasium hat und ohne Zeitdruck entscheiden, was die beste Schulform für uns ist.“ Dieser Abwägungsprozess habe im Interesse Aller sorgfältig zu geschehen. Deshalb habe man im Stadtrat die Erstellung eines Bildungsentwicklungsplans beauftragt.
Grundsätzlich ist die CDU-Fraktion im  Rat der Stadt Straelen offen für eine Weiterentwicklung der Schullandschaft, um die Standorte zu sichern, jedoch stehe man dem Modellversuch Gemeinschaftschule wegen des Zeitdrucks und der vielen ungeklärten Fragen skeptisch gegenüber. „Nur weil jetzt eine neue Schulform angeboten wird, springen wir nicht sofort auf den Zug auf, sondern schauen erst einmal, was sich wirklich dahinter verbirgt.“ Nach Auffassung von Annemarie Fleuth sei es Aufgabe der Landesregierung die Einführung neuer Schulformen seriös vorzubereiten und offene Fragen schnellstmöglich zu klären. „Nicht wir dürfen uns diesem Zeitdruck beugen, sondern die Landesregierung soll wissen, dass sie damit einen Fehler macht.“ Auch das müsse in einem Gespräch mit dem Ministerium deutlich gemacht werden.

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